www.gluehwuermchen.ch
www.glowworms-org.uk


Und natürlich unter:
www.wikipedia.de

 
 
James E. Lloyd,
Gefälschte Signale? die Verstellungskunst der Glühwürmchen
Verlag: Spektrum der Wissenschaft Verlag GmbH; Zeitschrift: Spektrum der Wissenschaft; Heft-Nr.: 9;
Seiten: 106-117;
Erscheinungsort: Heidelberg; Erscheinungsjahr: 1981;
 

 

 

 

 

 

 

 

 

??? - Glühwürmchen

Foto/Copyright : Robin Scagell, www.galaxypix.com


In der Nacht ziehen sie die Blicke auf sich !
Das Weibchen sitzt im Gras, ihr Hinterleib leuchtet feurig in gelben oder grünem Licht und signalisiert damit ihren flugfähigen männlichen Artgenossen ihr Interesse an einem "Käferstündchen".

Die Rede ist von Leuchtkäfern, oder auch Glühwürmchen, wie sie hierzulande selten aber doch vereinzelt auftreten. Die Männchen sind meist in der Überzahl wenngleich sie nur ein kurzes Leben von ca. 2 Wochen führen. Jedes Blinken oder Glimmen ist also ein echter "Lichtblick" für sie. Diese Signale können Glühwürmchen über sehr große Distanzen erkennen und eignen sich zur Kommunikation. Das Leuchtorgan des Glühwürmchen ist ein großartiger und wirkungsvoller Scheinwerfer, der wie folgt funktioniert: Hinter dem transparenten Flächen des Unterleibs liegen die eigentlichen Lichtzellen und wiederum dahinter dieReflektoren, die wie bei einem Theaterscheinwerfer dieLichtstrahlen wie Spiegel nach außen werfen. DieLichtquelle selbst (man istgeneigt "Lampe" zu sagen) istein hoch effizientes Lichterzeugungsorgan. Eshandeltsichum sogenannte "Bio-Lumineszenz". Als Biolumineszenz bezeichnetman das Phänomen der Lichterzeugung durch Lebewesen. Sie ist das Ergebnis von biochemischen Reaktionen in Zellen, bei denen die chemische Energie in Form von Lichtquanten abgegeben wird. Derartig erzeugtes Licht ist immer monochromatisch, also einfarbig. Neben Leuchtkäfern sind auch Leuchtquallen und Einzeller, die für das Meeresleuchten verantwortlich sind dazu in der Lage. Dazu gibt es interessante Beispiele für Symbiosen, bei denen höhere Lebewesen die Biolumineszenz von Einzellern für ihre Zwecke nutzen,so z.B. in den Leuchtorganen vieler Tiefseefische.

Der Wirkungsgrad dieser Organe liegt bei über 90%. Bei elektrischen Lichtquellen unserer Baureihen (Halogenlampen, HQI-Lampen etc.) liegt das Verhältnis "eingesetzte Energie/Licht bzw. Licht/Wärme" bei 5 – 20%. Der chemische Vorgang der Lichterzeugung beim Glühwürmchen ist aber kein Glühen an sich, sondern vielmehr sendet es nur kaltes Licht aus. Eine Erwärmung des Glühwürmchen findet also nicht statt (nicht wie beim Scheinwerfer!).

Tatsächlich soll das Licht des Glühwürmchen den potentiellen nächtlichen Partner "heiß" machen. Jede Art hat dabei einen eigenen optischen Lichtcode, der vor allem die Partner der eigenen Art anspricht. Die verschiedenen Arten können auf der schweizer Internetseite www.gluehwuermchen.ch erforscht werden. Dort erfahren Sie außerdem mehr über die wirklichen Lebensräume und das Vorkommen von echten Glühwürmchen.

Eine englische Internetseite zum Thema "Glühwürmchen" wäre:
www.glowworms.org.uk

 

Zum Seitenanfang | Home